Blogger werden – warum jetzt

Bloggen macht Spaß und wir alle haben Themen
Einen eigenen Blog zu starten ist eine Idee, die viele haben. Der Start wird immer wieder verschoben. Erst fehlt die Zeit, dann vielleicht die Lust und irgendwann denkt man, man sei inzwischen zu alt dafür. Oder andere Gründe.
Bevor ich meine erste Website erstellt habe, hatte ich mit Bloggen, Webhosting, WordPress oder Suchmaschinenoptimierung überhaupt nichts zu tun. Irgendwann war ich einfach nur neugierig.
Viele glauben auch, Blogger sein, sei nur was für Journalisten oder Marketing-Experten, oder Menschen die gut schreiben können. Aber, es ist auch so, dass die meisten erfolgreichen Blogs von ganz normalen Personen geschrieben werden.
Wir haben doch alle unsere Erfahrungen und Erlebnisse. Und das Leben bietet genug Stoff für einen Blog. Egal, ob es das eigene Hobby ist, oder der Job, vielleicht der Alltag. Oder wie bei mir, meine 20 Jahre lange Angststörung mit Panikattacken. Dann unsere Hunde, die wir über alles lieben.
Es ist wirklich so – irgendein Thema gibt es immer. Und auch solche Themen sind interessant und spannend.
Menschen lesen nicht nur Fakten. Sie möchten wissen, welche Erfahrungen andere gemacht haben.
Blogger werden – niemand startet als Profi
Klar, die ersten Schritte sind die schwierigsten, bis mal ein Grundgerüst des Wissens aufgebaut ist. Aber, es gab keine Zeit, in der es einfacher ist, das alles kostenlos im Internet zu erfahren.
Viele Begriffe sind Neuland. Domain, Webhosting, WordPress, Plugins, SEO oder SSL – ich wusste anfangs kaum, was sich dahinter verbirgt. Oft musste ich nach jeder Kleinigkeit suchen und mir alles Stück für Stück selbst beibringen.
Und genau das gehört aber dazu und macht das Vorhaben spannend.
Jeder Blogger beginnt irgendwann bei null. Der Unterschied zwischen Anfängern und erfahrenen Bloggern besteht meistens nur darin, dass die einen weitergemacht haben und andere irgendwann aufgegeben haben.
Blog – wächst mit seinem Autor
Viele möchten erst dann starten, wenn alles perfekt ist.
Das perfekte Design. Die Domain muss super sein. Der Blogname am besten genial. Und der erste tolle Artikel.
In Wirklichkeit entwickelt sich ein Blog ständig weiter. Neue Ideen kommen hinzu, ältere Beiträge werden verbessert und mit jeder Veröffentlichung sammelt man Erfahrung. Kein erfolgreicher Blog sah am ersten Tag so aus wie einige Jahre später. Deshalb lohnt es sich, nicht auf Perfektion zu warten. Besser einfach starten.
Schreiben lernt man durchs Schreiben
Kaum jemand schreibt von Anfang an perfekte Texte. Wahrscheinlich gibt es gar keine perfekten Texte.
Der eigene Stil entwickelt sich mit jedem Artikel. Anfangs überlegt man lange an jeder Formulierung. Mit der Zeit fällt vieles leichter. Man findet seinen eigenen Ton und merkt, welche Art von Artikeln den Lesern gefällt.
Das Wichtigste ist deshalb nicht, besonders talentiert zu sein. Viel wichtiger ist, regelmäßig zu schreiben.
Blog Besucher kommen nicht über Nacht
Viele Blogger sind nach den ersten Wochen enttäuscht. Sie veröffentlichen einige Artikel, öffnen täglich die Besucherstatistik und stellen fest, dass kaum jemand ihre Website besucht.
Aber, das ist völlig normal. Eine neue Website muss zunächst von Suchmaschinen gefunden werden. Außerdem kennt niemand deinen Blog. Leser entstehen nach und nach.
Deshalb solltest du dich gerade am Anfang nicht von Besucherzahlen verrückt machen lassen.
Jeder veröffentlichte Artikel ist eine weitere Chance, später gefunden zu werden.
Ein Blogger übernimmt viele Aufgaben
Wer einen Blog betreibt, schreibt nicht nur Texte. Mit der Zeit beschäftigst du dich auch mit Bildern, Suchmaschinenoptimierung, Datenschutz, internen Verlinkungen, der Pflege deiner Website oder neuen Ideen für weitere Inhalte.
Das klingt zunächst nach viel Arbeit. Die gute Nachricht ist: Niemand muss alles sofort können.
Ich habe mir ebenfalls jedes Thema einzeln angesehen und nach und nach verstanden. Genau dadurch wächst das eigene Wissen.
Fehler – na klar, die gehören dazu
Jeder Blogger macht Fehler. Man veröffentlicht Artikel, die später überarbeitet werden. Inhalte werden gelöscht, die Überschriften geändert. Anderes wird einfach mal ausprobiert. Das gehört dazu.
Ein Blog ist kein fertiges Buch, sondern entwickelt sich ständig weiter. Viele Artikel werden mit der Zeit sogar besser, weil neue Erfahrungen hinzukommen. Der Blog ist nie fertig.
Blogger brauchen Ausdauer
Ich wollte oft aufgeben. Ich dachte: „Was soll das, mein Blog liest eh niemand.“ Klar kann das passieren. Möglicherweise liest auch niemand diesen Artikel, den ich gerade schreibe. Aber, das kann uns niemand wirklich voraussagen. Und selbst wenn – das Schreiben macht Spaß, genauso wie das Bloggen.
Wer jedoch regelmäßig schreibt und seinen Blog weiterentwickelt, hat langfristig deutlich bessere Chancen als jemand, der nach wenigen Monaten wieder aufgibt. Was ich gelernt habe: Bloggen ist kein Sprint. Es ist eher eine lange Reise, auf der man ständig Neues entdeckt.
Warum das Alter keine Rolle spielt
Immer wieder habe ich mir selbst diesen Satz gesagt: „Dafür bin ich inzwischen zu alt.“ Ganz ehrlich, das ist Quatsch.
Lebenserfahrung kann sogar ein großer Vorteil sein. Wer viele Jahre gearbeitet, unterschiedliche Situationen erlebt oder ein Hobby über lange Zeit begleitet hat, verfügt oft über Erfahrungen, die anderen weiterhelfen können. Genau solche persönlichen Einblicke machen einen Blog interessant. Deshalb sollte sich niemand vom Alter davon abhalten lassen, mit dem Bloggen zu beginnen.
Meine Erfahrungen
Hätte mir früher jemand gesagt, dass ich einmal mehrere Websites betreiben und regelmäßig Artikel schreiben würde, hätte ich wahrscheinlich gelacht.
Heute macht mir genau diese große Freude.
Nicht jeder Blog muss erfolgreich werden. Hier gilt: Der Weg ist das Ziel. Gerade wenn wir überlegen, dass wir während dieses Weg unendlich viel dazu lernen, Erfahrungen sammeln und auch Spaß dabei haben.
Wenn du schon länger darüber nachdenkst, einen eigenen Blog zu starten, dann warte nicht darauf, dass irgendwann der perfekte Zeitpunkt kommt.
Suche dir ein Thema, das dir wirklich Spaß macht, veröffentliche deinen ersten Artikel und sammle deine eigenen Erfahrungen.
Denn genau so beginnt jeder Blog – mit einem einzigen Beitrag.
Und was für mich sehr wichtig war: Ich habe ausprobiert. Verschiedene Webhostings. Unterschiedliche Blog-Konzepte. Manches ging „voll in die Hose“, anderes hat funktioniert. Manche Seite habe ich wieder gelöscht, neue ausprobiert. Das kann durchaus hilfreich sein. Erfahrungen gehören einfach dazu und Fehler genauso.
