WordPress-Umzug – einfach und verständlich erklärt
Umzug vom Baukasten zu WordPress
Umzug beim Webhosting – Wechsel

Du hast deine erste Website mit einem Homepage-Baukasten erstellt und warst anfangs richtig begeistert. Endlich war die eigene Internetseite online. Ganz ohne Programmierkenntnisse und ohne komplizierte Technik. Genau dafür sind Homepage-Baukästen schließlich gedacht.
Mit der Zeit ändern sich jedoch oft die Ansprüche. Vielleicht möchtest du ein schöneres Design, etwas mehr Flexibilität, die eine oder andere technische Seite verbessern. Irgendwann stößt du mit dem Baukasten halt an Grenzen. So habe ich es auch erlebt. Und mit über 60 bin ich das „Abenteuer“ Webhosting plus WordPress eingegangen.
Übertragung aus dem Baukasten in WordPress – nein, das funktioniert nicht
Ich hatte mir das am Anfang ebenfalls viel einfacher vorgestellt. Offen gesagt dachte ich, man exportiert die Website, importiert sie bei WordPress und nach wenigen Minuten ist alles erledigt. Leider funktioniert das nicht so. Trotzdem musst du vor einem Wechsel keine Angst haben. Wenn du weißt, was auf dich zukommt, lässt sich der Umzug gut planen.
Homepage-Baukasten und WordPress sind zwei völlig unterschiedliche Systeme
Ein Homepage-Baukasten ist ein wenig wie eine Mietwohnung. Du kannst sie schön einrichten, Bilder aufhängen und Möbel nach deinem Geschmack aufstellen. Die Wohnung gehört dir aber nicht. Welche Wände verändert werden dürfen oder welche Möglichkeiten du hast, entscheidet letztendlich der Vermieter.
Bei WordPress ist das anders. Hier gehört dir praktisch das ganze Haus. Du kannst Räume verändern, neue Anbauten schaffen, alles nach deinen eigenen Vorstellungen gestalten und später sogar problemlos in ein anderes Haus umziehen. Genau diese Freiheit macht WordPress für viele so interessant.
Dein Blog oder deine Website lassen sich nicht einfach aus dem Baukastensystem in WordPress übertragen. Beide Systeme arbeiten technisch vollkommen unterschiedlich. Zum anderen haben die Baukasten-Anbieter nicht die Voraussetzungen dafür geschaffen.
Was du beim Wechsel übernehmen kannst
Viele glauben, dass beim Umzug alles verloren geht. Ganz so schlimm ist es zum Glück nicht.
Deine Domain kannst du in den meisten Fällen behalten. Sie wird einfach zu deinem neuen Webhosting übertragen. Dafür benötigst du einen sogenannten Auth-Code. Das ist nichts anderes als ein Freischaltcode, mit dem du nachweist, dass dir die Domain gehört und du sie zu einem anderen Anbieter umziehen möchtest.
Auch deine Texte und Bilder gehen natürlich nicht verloren. Allerdings werden sie nicht automatisch in WordPress eingefügt. Du musst sie nach und nach auf deiner neuen Website wieder einbauen.
Das bedeutet gleichzeitig, dass du deine Internetseite oft noch einmal überarbeitest. Viele nutzen genau diese Gelegenheit, um alte Inhalte zu verbessern, neue Bilder einzufügen oder die Navigation übersichtlicher zu gestalten.
Aber ehrlich und unter uns: Das ist gar nicht schlimm, denn mit WordPress, den Design-Möglichkeiten, den Themes usw. bist du sowieso flexibler und dieser Aufwand lohnt sich wirklich.
Was nicht übernommen werden kann
Das komplette Design deiner Homepage bleibt im Baukasten zurück. Farben, Menüs, Seitenelemente und das gesamte Layout können nicht einfach übernommen werden.
Auch die Struktur deiner Website musst du in WordPress neu aufbauen. Das klingt zunächst nach viel Arbeit. Tatsächlich sehen viele darin später sogar einen Vorteil, weil du sehr viel flexibler bist. Und du kannst jederzeit vieles verändern, anpassen und neu strukturieren. Ob Farben, Schriften, Design, Menues.
WordPress – der Wechsel lohnt sich
Homepage-Baukästen sind für den Einstieg wirklich eine tolle Lösung. Sie nehmen einem viele technische Aufgaben ab und machen den Anfang angenehm einfach. Mit der Zeit stößt man allerdings häufig an Grenzen.
Vielleicht möchtest du ein besonderes Plugin installieren. Vielleicht reicht dir die Suchmaschinenoptimierung nicht mehr aus. Oder du möchtest Funktionen einbauen, die dein Anbieter gar nicht unterstützt. Irgendwann hast du einfach das Gefühl, dass die Website zwar funktioniert, man aber nicht mehr alles so gestalten kann, wie man es gerne hätte.
Genau an diesem Punkt entscheiden sich viele für WordPress.
Was dir WordPress langfristig bietet
Genau das war auch einer der Gründe, warum ich mich irgendwann für WordPress entschieden habe. Anfangs hatte ich großen Respekt vor allem, was mit Webhosting und WordPress zu tun hatte. Zugegebenermaßen dachte ich, das wäre nur etwas für Menschen, die sich mit Computern und Technik richtig gut auskennen. Heute weiß ich, dass das gar nicht stimmt.
Klar, du musst dich etwas einarbeiten. Dafür bekommst du als Gegenleistung deutlich mehr Freiheit, die ein Homepage-Baukasten kaum bieten kann. Und es macht Spaß.
Du entscheidest selbst, bei welchem Webhoster deine Website liegen soll. Möchtest du später den Anbieter wechseln, kannst du deine komplette WordPress-Seite einfach mitnehmen. Genau das ist einer der größten Vorteile.
Außerdem stehen dir tausende kostenlose und kostenpflichtige Erweiterungen zur Verfügung. Es gibt eine riesengroße Auswahl an Plugins. Dadurch wächst deine Website mit deinen Ideen einfach mit.
Auch beim Design hast du deutlich mehr Möglichkeiten. Mit einem neuen Theme kann deine Website innerhalb weniger Minuten ein völlig anderes Aussehen bekommen, ohne dass du sämtliche Inhalte neu schreiben musst.
Wechsel zu WordPress – einfach und verständlich erklärt
Die Domain kannst du ganz einfach mitnehmen
Der Umzug deiner Domain ist einfach. Wenn du von einem Webhosting, dem Baukasten wechselst, beantragst du bei deinem bisherigen Anbieter einen sogenannten Auth-Code. Stell dir diesen Code einfach wie einen Schlüssel vor. Er bestätigt, dass dir die Domain gehört und du sie zu einem anderen Anbieter übertragen möchtest.
Diesen Code gibst du anschließend zusammen mit deiner Domain beim neuen Webhoster ein. Den Rest läuft durch den Anbieter automatisch.
Der eigentliche Domaintransfer dauert häufig nur wenige Minuten. Manchmal kann es allerdings bis zu zwei Tage dauern, bis die neue Website weltweit überall erreichbar ist.
Sollte deine Seite also nicht sofort aufrufbar sein, ist das völlig normal. In den meisten Fällen hilft einfach etwas Geduld.
Webhosting wechseln – der Umzug mit WordPress
Ganz anders sieht es aus, wenn deine Website bereits mit WordPress erstellt wurde. Dann wird der Umzug plötzlich erstaunlich einfach.
Ich habe inzwischen mehrere Webhoster ausprobiert und meine Websites schon mehrfach umgezogen. Jedes Mal hatte ich vorher ein etwas mulmiges Gefühl. Im Nachhinein war der gesamte Vorgang deutlich einfacher, als ich erwartet hatte.
Der Grund dafür ist ein Plugin, das ich inzwischen immer verwende: All-in-One WP Migration.
Da die Übertragung der Datenmenge mit der Free-Version deutlich begrenzt ist, lohnt sich die Premium Version von All in One Migration. https://de.servmask.com/products/unlimited-extension.
Dieses Plugin erstellt nicht unzählige einzelne Dateien, sondern packt deine komplette WordPress-Website in eine einzige Datei. Darin befinden sich deine Seiten, Beiträge, Bilder, Plugins, Themes und Einstellungen. Und du kannst jederzeit eine „Sicherheitskopie“ oder „Backup“ erstellen.
Im nächsten Schritt richtest du beim neuen Webhoster lediglich eine frische WordPress-Installation ein. Danach installierst du dort ebenfalls das Plugin und importierst die zuvor gespeicherte Datei.
Ich war selbst überrascht, wie problemlos dieser Vorgang funktioniert hat. Gerade für Einsteiger nimmt dieses Plugin viel Unsicherheit, weil fast alles automatisch erledigt wird.
Umzug mit All-in-One WP Migration
Falls du zum ersten Mal eine WordPress-Seite umziehst, klingt das Ganze vielleicht trotzdem noch etwas kompliziert. Tatsächlich besteht der Umzug aber nur aus wenigen Schritten.
Zuerst installierst du auf deiner bisherigen WordPress-Website das Plugin All-in-One WP Migration. Anschließend wählst du im Menü den Punkt „Export“ aus. Dort entscheidest du dich für „File“. Das Plugin erstellt nun automatisch eine Sicherung deiner kompletten Website.
Diese Datei lädst du anschließend auf deinen Computer herunter. Darin steckt praktisch deine komplette WordPress-Seite.
Jetzt wechselst du zu deinem neuen Webhosting. Dort richtest du zunächst eine neue, leere WordPress-Installation ein. Die meisten Webhoster bieten dafür einen sogenannten 1-Klick-Installer an. Mit wenigen Mausklicks ist WordPress einsatzbereit.
Auf dieser neuen WordPress-Installation installierst du erneut das Plugin All-in-One WP Migration.
Diesmal wählst du allerdings nicht „Export“, sondern „Import“. Anschließend lädst du einfach die zuvor gespeicherte Datei von deinem Computer hoch.
Den Rest übernimmt das Plugin. Es spielt deine komplette Website wieder ein und richtet alle Inhalte automatisch ein. Seiten, Beiträge, Bilder, Menüs, Plugins und Themes werden dabei übernommen. Genau deshalb gefällt mir diese Methode so gut. Man muss nicht jede Datei einzeln kopieren oder komplizierte Einstellungen vornehmen.
Was ist, wenn die Domain noch gar nicht umgezogen ist?
Auch dafür gibt es eine einfache Lösung. Viele Webhoster stellen dir direkt nach der Bestellung eine sogenannte temporäre Domain oder Vorschau-Domain zur Verfügung.
Auf dieser vorläufigen Internetadresse kannst du deine komplette WordPress-Seite bereits importieren und in aller Ruhe testen.
Erst wenn alles funktioniert und du zufrieden bist, ziehst du deine eigentliche Domain zum neuen Webhoster um. So bleibt genügend Zeit, um mögliche Fehler zu entdecken, ohne dass deine Besucher davon etwas merken.
Nach dem Umzug solltest du deine Website gründlich prüfen
Ist der Import abgeschlossen, solltest du dir etwas Zeit nehmen und deine Website einmal vollständig durchklicken.
Öffnen sich alle Seiten? Werden sämtliche Bilder angezeigt? Funktionieren die Menüs?
Lassen sich Kontaktformulare absenden? Je früher du solche Kleinigkeiten bemerkst, desto schneller lassen sie sich beheben.
Ein Schritt wird dabei häufig vergessen: die Permalinks neu speichern.
Das klingt kompliziert, ist aber ganz einfach.
Gehe im WordPress-Menü auf „Einstellungen“ → „Permalinks“ > Beitragsname und klicke unten auf „Änderungen speichern“.
Selbst wenn du dort nichts veränderst, erstellt WordPress die Linkstruktur neu. Das löst nach einem Umzug überraschend viele kleinere Probleme.
Vergiss deine E-Mails nicht
Beim Umzug denken viele nur an die Website. Die E-Mail-Adressen werden dabei schnell übersehen.
Falls du bisher beispielsweise info@deinedomain.de genutzt hast, solltest du diese Postfächer beim neuen Webhoster ebenfalls anlegen. Sinnvoll ist es außerdem, wichtige E-Mails vorher zu sichern.
So vermeidest du unangenehme Überraschungen und kannst nach dem Umzug sofort wie gewohnt weiterarbeiten.
Zusammenfassung
Ich hatte großen Respekt vor Begriffen wie Webhosting, WordPress, DNS, Domaintransfer oder Migration. Seinerzeit klang das alles nach komplizierter Technik, die nur Experten verstehen. Vieles wirkt am Anfang schwieriger, als es tatsächlich ist. Sobald man den ersten Umzug einmal durchgeführt hat, verliert das Ganze schnell seinen Schrecken.
Ich habe inzwischen mehrere Webhoster ausprobiert und meine WordPress-Websites bereits mehrfach umgezogen. Jeder einzelne Umzug hat mit All-in-One WP Migration problemlos funktioniert.
Deshalb würde ich dir vor einem Wechsel keine Angst machen. Plane genügend Zeit ein, sichere deine Website vorher vollständig und arbeite die einzelnen Schritte in Ruhe nacheinander ab.
Der Wechsel von einem Homepage-Baukasten zu WordPress bedeutet zwar etwas Arbeit. Dafür erhältst du deutlich mehr Freiheit und bist für die Zukunft wesentlich flexibler.
Und genau das war für mich am Ende der entscheidende Grund, warum ich diesen Schritt nie bereut habe.
