Webhosting – was ist das?

Webhosting einfach erklärt

webhosting - was ist das

Diejenigen, die erstmals eine eigene Internetseite erstellen wollen, werden zwangsläufig mit einem Begriff konfrontiert, der anfangs viel komplexer erscheint, als er eigentlich ist: Webhosting. Kaum taucht dieses Wort auf, folgen meistens gleich die nächsten. Server, Webspace, Datenbanken, SSL-Zertifikate oder PHP-Versionen. Für jemanden, der einfach nur einen Blog starten oder eine kleine Website erstellen möchte, klingt das schnell nach einer vollkommen fremden Welt.

Vielleicht geht es dir genauso.

Eigentlich möchtest du nur eine Webseite erstellen, deine ersten Texte posten und die ersten Besucher willkommen heißen? Du verstehst viele schwierige Wörter aus der Technik nicht. Nach kurzer Zeit überlegst du, ob eine eigene Internetseite wirklich so schwierig sein muss. Die gute Nachricht lautet: Nein.

Auch wenn Webhosting zu den Grundprinzipien jeder Website zählt, braucht man dafür keine komplexe Technik zu verstehen. Im Gegenteil. Sobald dir jemand das Ganze einmal verständlich erklärt, wirkt der Begriff plötzlich erstaunlich unspektakulär.

Ohne Webhosting kann deine Website nicht ins Internet

Stell dir vor, du hast ein Haus komplett eingerichtet. Die Möbel stehen an ihrem Platz, die Wände sind gestrichen und sogar die Bilder hängen schon. Nur eines fehlt noch: das Grundstück.

Genau das passiert bei einer Website.

Ein Hosting-Anbieter stellt dir Speicherplatz auf einem Server zur Verfügung. Dort liegen später alle Dateien deiner Website. Dort werden sämtliche Abbildungen, Texte, Unterseiten und Menüs gespeichert. Wenn jemand deine Website besucht, sendet der Server die Inhalte schnell.

Eigentlich passiert also nichts Geheimnisvolles.

Deine Website benötigt schlicht einen Platz, an dem sie dauerhaft gespeichert wird.

Was macht ein Hosting-Anbieter überhaupt?

Viele Neueinsteiger sind zunächst überzeugt, dass sie nur einen geringen Speicherplatz vermieten würden. Es ist allerdings nicht ganz so einfach.

Eine gute Hosting-Firma sorgt dafür, dass deine Website 24/7 erreichbar ist. Er überwacht die Server, installiert Sicherheitsupdates und schützt deine Daten. E-Mail-Postfächer, SSL-Zertifikate, automatische Backups und Datenbanken sind weitere Funktionen, die moderne Websites benötigen.

Im Idealfall merkst du von all diesen Dingen überhaupt nichts.

Genau das ist nämlich das Ziel eines guten Webhostings. Es arbeitet im Hintergrund, während du dich auf deine Inhalte konzentrieren kannst.

Warum kostenlos oft gar nicht die beste Lösung ist

Selbstverständlich klingt kostenlos zuerst verlockend. Warum sollte man Geld ausgeben, wenn es anscheinend auch ohne funktionieren kann? Diese Überlegung hatte ich ebenfalls.

Viele verstehen erst später, dass kostenlose Angebote meistens Einschränkungen haben. Manchmal erscheint Werbung auf der eigenen Website, manchmal fehlt eine eigene Domain oder wichtige Funktionen stehen nur in kostenpflichtigen Tarifen zur Verfügung. Oftmals beschränkt sich auch der Speicherplatz oder die Optionen für einen späteren Ausbau sind sehr begrenzt.

Ein kostenloses Angebot spricht zunächst nicht dagegen, dass du deine Website nur zum Ausprobieren erstellen möchtest.

Allerdings lohnt sich ein vernünftiges Hosting fast immer, wenn dein Projekt etwas ernster wird. Für ein paar Euro pro Monat bekommst du viel mehr Optionen und musst dich später nicht mit unnötigen Einschränkungen auseinandersetzen.

Die Auswahl des Webhostings kann ziemlich verwirrend sein

Auf der Suche nach einem Hosting-Anbieter wird schnell deutlich, wie umfangreich das aktuelle Angebot ist.

Jeder Anbieter verspricht schnelle Server, höchste Sicherheit, perfekten Support und natürlich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Als Starter hilft dir das allerdings nur bedingt. Schließlich klingen fast alle Werbeversprechen ähnlich. Deshalb solltest du dich nicht ausschließlich vom günstigsten Preis leiten lassen.

Ein verlässlicher Support kann in Zukunft viel bedeutender sein als ein Preisunterschied von ein bis zwei Euro pro Monat. Spätestens wenn deine Website einmal nicht erreichbar ist oder du Hilfe benötigst, wirst du froh sein, schnell einen kompetenten Ansprechpartner zu erreichen.

Arten von Webhosting

Sobald du verschiedene Anbieter vergleichst, wirst du feststellen, dass sie eine Vielzahl von Hosting-Paketen anbieten. 

Für die meisten Einsteiger reicht ein sogenanntes Shared Hosting völlig aus. Dabei teilen sich mehrere Websites einen leistungsstarken Server. Das funktioniert in der Praxis erstaunlich gut und ist gleichzeitig die günstigste Lösung. Für einen Blog oder eine private Website ist das meistens vollkommen ausreichend.

Mit der Zeit wächst vielleicht deine Website. Es kommen mehr Besucher, mehr Bilder oder zusätzliche Funktionen dazu. Dann stößt du möglicherweise auf den Begriff VPS, also einen virtuellen Server. Hier stehen dir deutlich mehr eigene Ressourcen zur Verfügung und du hast mehr Möglichkeiten, vieles selbst einzustellen. Für die meisten Einsteiger spielt das allerdings erst später eine Rolle.

Noch eine Stufe darüber liegen dedizierte Server. Dabei nutzt deine Website einen kompletten Server ganz allein. Solche Lösungen sind eher für große Projekte mit sehr vielen Besuchern gedacht. Wer gerade seinen ersten Blog erstellt, wird diese Leistung in der Regel lange Zeit nicht benötigen.

Immer beliebter wird außerdem das sogenannte Managed Hosting. Dabei übernimmt der Hosting-Anbieter viele technische Aufgaben für dich. Updates, Wartung und oft auch verschiedene Sicherheitsmaßnahmen laufen automatisch im Hintergrund. Gerade wenn du dich möglichst wenig mit Technik beschäftigen möchtest, kann das eine sehr angenehme Lösung sein.

Arten Webhosting

Lass dich von diesen Begriffen also nicht verunsichern. Für den Start musst du längst nicht jede Hosting-Art bis ins Detail verstehen. Viel wichtiger ist, dass deine Website zuverlässig läuft und du dich auf das konzentrieren kannst, weshalb du sie überhaupt erstellt hast: deine Inhalte. Mit wachsender Erfahrung wirst du ganz von allein merken, ob dein erstes Hosting-Paket noch ausreicht oder ob ein Wechsel sinnvoll sein könnte.

Billig kann am Ende teuer werden

Natürlich schaut jeder zuerst auf die Kosten. Das ist vollkommen normal. Anfangs würdest du vermutlich nicht unnötig viel Geld ausgeben wollen. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick auf die Leistungen.

Ein preiswertes Angebot klingt zunächst attraktiv. Wenn die Website später jedoch langsam lädt, häufig Ausfälle hat oder der Support erst nach mehreren Tagen antwortet, sieht die Sache plötzlich ganz anders aus.

Nicht jeder günstige Anbieter ist automatisch schlecht. Genauso wenig ist jedes teure Hosting automatisch besser.

Viel wichtiger ist ein ausgewogenes Gesamtpaket. Zuverlässigkeit, Geschwindigkeit, guter Kundenservice und die Möglichkeit, später problemlos auf einen größeren Tarif zu wechseln, sind oft deutlich wichtiger als ein möglichst niedriger Preis.

Webhosting – Schreckmomente

Kaum jemand bleibt dauerhaft von Problemen verschont. Wenn du eines Tages deine Webseite öffnest, erscheint plötzlich nur eine Fehlermeldung. Es ist möglich, dass die Seite ganz weiß bleibt oder einige Abschnitte nicht funktionieren. In solchen Momenten merkst du rasch, wie wichtig ein guter Hosting-Anbieter sein kann.

Wer schnell erreichbar ist, verständlich erklärt und bei Problemen unterstützt, erspart dir oft eine Menge Nerven. Gleichzeitig lernst du dabei allmählich, deine Website immer besser zu verstehen.

Auch Backups spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie sorgen dafür, dass sich deine Website im Notfall wiederherstellen lässt. Solange alles funktioniert, denkt kaum jemand daran. Sobald jedoch einmal etwas schiefgeht, sieht die Sache ganz anders aus.

Du benötigst am Anfang kein Luxuspaket

Viele Einsteiger buchen Leistungen, die sie in den ersten Jahren überhaupt nicht benötigen.

Unbegrenzter Speicherplatz, riesige Serverpakete oder Funktionen für zehn verschiedene Websites hören sich zwar beeindruckend an, bringen dir aber wenig, wenn gerade erst dein erster Blog entsteht.

Vernünftiges Webhosting muss deshalb weder kompliziert noch besonders teuer sein. Entscheidend ist, dass deine Website zuverlässig läuft und genügend Möglichkeiten bietet, später mitzuwachsen.

Genau das reicht für den Anfang vollkommen aus.

Ich habe insgesamt 5 Webhosting-Anbieter kennengelernt. Außerdem hatte ich Erfahrungen, die nicht so gut waren, aber auch ausgezeichnete. Ich habe heute einen geeigneten Webhoster für mich entdeckt. Und ich bin sehr zufrieden.